Der Saal beeindruckt schon durch seine Größe: Er erstreckt sich über eine Grundfläche von rund 200 qm, seine Höhe beträgt 8 m. Ein Spiegelgewölbe mit Spitzkappen überspannt den gesamten Raum. Als Rest der ehemaligen Zwischendecke erschließt eine Galerie die Schauschränke der oberen Etage.

Der RaumAn den Wänden der unteren Etage sind 15 vornehme Vitrinen in die umlaufende, reich verzierte Holzvertäfelung integriert. Einige von ihnen werden von den Büsten berühmter Naturforscher gekrönt, die von Putten flankiert werden. Auf anderen Vitrinen thronen Putten mit Fruchtgirlanden neben Feuerurnen. Geschnitzte Allegorien der klassischen Elemente – Feuer, Wasser, Erde, Luft – findet man als Supraporten über den vier abgerundeten Raumecken der unteren Ebene. Die Bildschnitzerarbeiten stammen von der Hand des seinerzeit bekannten fränkischen Künstlers Georg Joseph Mutschele.

Eine große, mehrteilige Vitrinenreihe steht in der Raummitte. Sie wurde erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Raum integriert. Als besonders reizvoll werden stets die vier pyramiden- bzw. obeliskenartigen Vitrinen empfunden, in denen die Kolibri-, Eier- und Nestersammlungen untergebracht sind. Die Grundfarbe des Raumes ist weiß, die Rücklagen der Vitrinen sind hingegen in lebhaftem Blau abgesetzt.

Die weiße Farbe, die verschränkten Ovale der Galeriebrüstung, die streng geordneten Muster der Verzierungen sowie die pyramiden- und obeliskenförmigen Vitrinen mit ihren krönenden Flammenurnen werden dem frühklassizistischen Stil zugeordnet. Die üppigen Putten und Fruchtdarstellungen hingegen lassen deutliche Anklänge an die vorausgehende Epoche des Barock erkennen.

Der Vogelsaal

  • der raum 1

    Büste des persischen Arztes und Gelehrten Ibn Sina, auch Avicenna genannt (980-1037) auf einer der Vitrinen der unteren Etage.

  • der raum 2

    Blick vom Eingang über den Raum - im Vordergrund eine der zwei Pyramidenvitrinen mit Vogeleiern und -nestern

  • der raum 3

    Putten mit Fruchtgirlanden flankieren eine Flammenurne auf einer der Vitrinen der unteren Etage.

  • der raum 4

    Allegorische Darstellung des Elementes Luft als Supraporte über einer der abgerundeten Raumecken.

  • der raum 5
     
    Vitrine mit einem außerordentlich hohen Strauß. Das Präparat kam 1830 an das Kabinett. Sein Erwerb ist durch Korrespondenz, Quittung, Frachtschein und öffentliche Mitteilung in der „Wöchentlichen Beilage zum Fränkischen Merkur“ belegt.

     
  • der raum 6
     
    Obeliskenförmige Vitrine mit Kolibris. Rechts daneben der Schauschrank für die Taubenvögel.

     
  • der raum 7
     
    Blick von der westlichen Schmalseite der Galerie in den Raum.

  • der raum 8
     
    Blick von der östlichen Schmalseite der Galerie in den Raum.
     


Exponate

teaser exponate-1Im Zuge der Renovierung des Saals wurde auch das Ausstellungskonzept leicht verändert.

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Die Geschichte des Bamberger Vogelsaals

teaser geschichte-1Das Wirken des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal

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